Lesereihe Oderbuch 2026
„Die großen Geschichten – Lebenslinien Ost“
In diesem Jahr trägt die Reihe OderBuch den Titel „Die großen Geschichten – Lebenslinien Ost“. Im Mittelpunkt stehen keine historischen Großereignisse, sondern literarische Erzählungen persönlicher Lebensgeschichten, die sich vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse in der DDR und in Ostdeutschland entfalten. Welche Erfahrungen prägen Biografien im Osten Deutschlands? Wie wirken Umbrüche in individuelle Lebenswege hinein? Welche Geschichten entstehen, wenn Erinnerung, Herkunft und gesellschaftliche Umstände ineinandergreifen?
Die Romane von Karsten Krampitz, Peggy Mädler und Annett Gröschner zeigen auf unterschiedliche Weise, wie eng individuelle Biografien mit gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verwoben sind – und wie daraus vielschichtige, große Erzählungen entstehen.
Mehr Informationen zum Programm gibt es HIER
Die ursprünglich geplanten Lesungen mit Lukas Rietzschel und Regina Scheer mussten leider kurzfirsitg abgesagt werden. Dennoch empfehlen wir die beiden Romane „Sanditz“ und „Machandel“ allen, die sich für das Thema „Die großen Geschichten – Lebenslinien Ost“ interessieren.
Leider krankheitsbedingt abgesagt. Sonntag, 16. August, 15:00 – 16:30 Uhr
Lesung und Gespräch mit REGINA SCHEER
»MACHANDEL«
Moderation: Liane von Billerbeck
ORT: Dorfkirche Neulietzegöricke, 16259 Neulewin, OT Neulietzegöricke
Eintritt frei, Spenden sind willkommen.


Machandel
Roman, Penguin, 2016
Ein großer Familien- und Generationenroman über die DDR und wie sie unterging.
Regina Scheer spannt in ihrem beeindruckenden Roman den Bogen von den 30er Jahren über den Zweiten Weltkrieg bis zum Fall der Mauer und in die Gegenwart. Sie erzählt von den Anfängen der DDR, als die von Faschismus und Stalinismus geschwächten linken Kräfte hier das bessere Deutschland schaffen wollten, von Erstarrung und Enttäuschung, von dem hoffnungsvollen Aufbruch Ende der 80er Jahre und von zerplatzten Lebensträumen.
Regina Scheer, 1950 in Berlin geboren, studierte Theater- und Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität. Von 1972 bis 1976 arbeitete sie bei der Wochenzeitschrift «Forum». Danach war sie freie Autorin und Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift «Temperamente». Nach 1990 wirkte sie an Ausstellungen, Filmen und Anthologien mit und veröffentlichte mehrere Bücher zur deutsch-jüdischen Geschichte, u.a. «Im Schatten der Sterne» (2004). Ihre ersten beiden Romane, «Machandel» (2014) und «Gott wohnt im Wedding» (2019), waren große Publikumserfolge. Ihr neuestes Buch, «Bittere Brunnen», wurde 2023 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.
Sonntag, 26. Juli, 15:00 – 16:30 Uhr
Abgesagt!
Lesung und Gespräch mit LUKAS RIETZSCHEL
»SANDITZ«
ORT: Dorfkirche Neulietzegöricke, 16259 Neulewin, OT Neulietzegöricke
Eintritt frei, Spenden sind willkommen.


SANDITZ
Roman, 2026, dtv
Das große Epos unserer Gegenwart
Sanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler, Orgelbauer, Fliesensammler, Lokaljournalistinnen, selbsternannte Widerständler, Träumerinnen, Frührentner, Kinder, Liebespaare, verhuschte Archivare und die Familie Wenzel. Warmherzig und multiperspektivisch verwebt Lukas Rietzschel die Erzählung der Familie und der Sanditzer Stadtbewohner zu einem Panorama deutscher Geschichten – vom Ende der DDR bis in die jüngste Gegenwart, vom Besetzen der örtlichen Stasi-Zentrale bis zum Kampf eines Freiwilligen in der Ukraine, vom Abrackern auf westdeutschen Baustellen bis zum isolierten Inseldasein während der Corona-Epidemie. Ein Roman über Aufbruch und Niedergang, Gelingen und Scheitern des Aufruhrs,Freundschaft und Familie in umwälzenden Zeiten, über den Wunsch nach Zugehörigkeit und die Sehnsucht nach Freiheit.
Lukas Rietzschel, geboren 1994 in Räckelwitz in Ostsachsen. Schon sein Debütroman ›Mit der Faust in die Welt schlagen‹ (2018) war ein Bestseller, der für das Kino verfilmt wurde. 2021 erschien der zweite Roman
›Raumfahrer‹. Lukas Rietzschels Romane und Theaterstücke wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Gellert-Preis, dem Sächsischen Literaturpreis und dem Literaturpreis „Text & Sprache“.
Marietta Schwarz ist freie Radiojournalistin und arbeitet als Moderatorin, Autorin und Redakteurin für Deutschlandfunk und Deutschlandfunk Kultur. Gelegentlich produziert sie auch Podcasts. Sie wuchs in Mainz auf, studierte in Darmstadt Architektur und lebt seit 2001 in Berlin. Mit Lukas Rietzschel hat sie 2024 für die Sendung „Zwischentöne“ ein Interview für Deutschlandfunk geführt.
OderBuch 2026 wird gefördert mit:

Mit freundlicher Unterstützung der evangelischen Kirchengemeinde Neulietzegöricke und in Kooperation mit Trasmitter Studio.


Die Lesereihe OderBuch ist eine Initiative des
Klubs der Kolonisten Neulietzegöricke e.V.
Idee und Konzept: Anke Becker
